Esther – 87

Der Blick über die Stadt war herrlich und es schien, als würden die Lichter um die Wette funkeln. Es war noch immer unglaublich für mich, dass Eric hier wohnte, in einem Hotel, mit dieser Aussicht.

Normalerweise kannte ich so etwas nur aus dem Fernsehen, aber normalerweise war auch kein Wort, das zu Eric passte.

Denn er war anders.

Unsere Beine baumelten ins Wasser des beleuchteten Swimmingpools. Eric saß hinter mir und ich lehnte mich gegen seine Brust. Nach dem Besuch bei Harry schien er irgendwie in Gedanken versunken zu sein und ich wollte ihn nicht stören. Ich genoss es, hier oben zu sitzen, die Welt unter unseren Füßen. Für einen Moment schien alles möglich zu sein, hier mit ihm schien uns alles offen zu stehen, wir konnten alles tun, was wir wollten. Ich fühlte mich ihm ganz nah, war einfach nur glücklich, dass wir zusammen waren.

Der Wind fuhr mir sanft durch die Haare und ich schmiegte mich noch enger an Erics Brust, meinen Kopf lehnte ich an seine Schulter.

„Ist dir kalt?“, wollte er wissen.

Ich schüttelte den Kopf. „Nein, ganz und gar nicht.“

Er lachte leise. „Also ist dir heiß?“, fragte er.

„Gerade angenehm.“

„Willst du vielleicht eine Abkühlung?“, fragte er rau und seine Stimme sandte ein nervöses Prickeln über meinen Körper. Keine Ahnung wie er das machte, er machte es einfach.

„Brauchst du vielleicht eine Abkühlung?“, entgegnete ich spitz und drehte mich zu ihm um. Ein sexy Lächeln umspielte seinen Mund und es war einer jener Augenblicke, in denen mich das Glück einfach überrollte.

„Vielleicht“, sagte er.

„Okay“, willigte ich ein.

„Jetzt?“

„Von mir aus.“ Ich löste mich aus seiner Umarmung, stand auf, öffnete den Verschluss meines Abendkleides und ließ es einfach auf den Terrassenboden gleiten.

Eric saß einfach nur da, und die Überraschung in seinem Gesicht bereitete mir ein wenig Genugtuung.

„Du bist“, setzte er an, ohne den Blick von mir zu nehmen.

„Ich bin was?“

„Unglaublich.“

„Ist das was Gutes?“, fragte ich und zog im nächsten Moment BH und Slip aus.

„Ja, das ist was Gutes. Und wie.“ Trotz der Dunkelheit der Nacht konnte ich durch die sanfte Poolbeleuchtung das Funkeln in seinen Augen erkennen. Die Begierde, die sich darin widerspiegelte.

„Vielleicht sollten wir uns drinnen abkühlen“, bemerkte er leichthin und ich schüttelte nur den Kopf. So leicht würde ich es ihm nicht machen.

Mit einem Satz versuchte ich so elegant wie möglich in den Pool einzutauchen. Das Wasser war kalt, aber ich fühlte mich lebendig.

Ich tauchte unter, genoss es ohne Kleidung das Nass auf meiner Haut zu spüren, das kühl prickelte, ich genoss es in diese leuchtende Welt einzutauchen, die nichts mit Erics Glamour und seinem Leben als Rockstar zu tun hatte. Die Filmpremiere war nichts für mich gewesen, ich hatte mich deplatziert gefühlt, wie ein Anhängsel, das dort nichts zu suchen hatte, es war einfach nicht meins. Aber auch wenn ich dort nicht hingehörte, so gehörte ich doch zu Eric.

Bei ihm zu sein fühlte sich richtig an.

Als ich wieder auftauchte, war er plötzlich vor mir. Er hielt mich mit seinen Armen fest und zog mich dicht zu sich heran.

Seine dunklen Haare waren nass und fielen nach hinten, und er war so unglaublich attraktiv. Alles in mir wollte nur noch zu ihm, ich wollte für immer in seinen blauen Augen versinken. Durch sie fühlte ich mich besonders.

Eine Zeitlang sahen wir uns einfach nur an, keiner von uns sagte ein Wort. Die Zeit um uns herum schien in Vergessenheit zu geraten, das alles, das Hotel, die Stadt, alles war bedeutungslos.

Das Einzige, was zählte, waren wir zwei.

Eric zog mich noch näher zu sich heran, und auch er war vollkommen nackt. Sein Blick glitt zu meinem Mund, und dann presste er seine Lippen auf meine und ich wünschte, das Hier und Jetzt würde niemals enden. Der Kuss fing zart an, und wurde dann immer verlangender, immer leidenschaftlicher, bis wir uns einfach nicht mehr halten konnten.

One Thought on “Esther – 87

  1. Trixi Breyer on 26. September 2017 at 13:48 said:

    …CUTE😍😍😍😍😍!!!!!!!!!!!!!!!
    Es ist einfach so (Ich kann das irgendwie nicht so schön beschreiben)… wie ein Mensch den anderen so verändern kann❤❤❤ so viel Herzblut und hingabe wie in dieser Geschichte steckt, könnte man in kein zweites bringen😘😍😻

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