Leseprobe zu „19“ – unserer neuen Trilogie!!

Ihr Lieben,
bald ist es soweit! Unsere neue Reihe „19 – Die Bücher der magischen Angst“ startet mit dem ersten Band am 2. Dezember 2018 und es wird auch nicht lange dauern, bis Band 2 und Band 3 folgen! Für all jene, die schon gespannt sind, gibt es nachfolgend eine kurze Leseprobe.

Und darum geht es in „19 – Die Bücher der magischen Angst“:

New York ist für Widney ein Neuanfang. Weg von der Familie, weg von unschönen Erinnerungen, weg von dem Schmerz. Dass sie in der neuen Stadt ausgerechnet in einer WG mit skurrilen Regeln landet, hätte Widney jedoch nicht gedacht. Aber nicht nur die Regeln sind seltsam, auch die Mitbewohner verhalten sich eigenartig. Nur ein einziger scheint ihr gegenüber aufrichtig zu sein. Doch obwohl Widney sich von ihm angezogen fühlt, kann sie seine Offenheit nicht erwidern. Denn was hat es mit den schwarzen Raben auf sich, die sie ständig begleiten? Und wie soll sie ihm erklären, dass seit ihrem 19. Geburtstag eine düstere magische Gabe in ihr erwacht ist?

Wir wünschen euch noch ein schönes Wochenende!
Alles Liebe, Carmen & Ulli

PS: Weitere Textschnipsel gibt es in den nächsten Tagen auf Facebook und Instagram!

Leseprobe aus Kapitel 1:

Die meisten Menschen haben vor allen möglichen Dingen Angst. Sie fürchten sich vor Spinnen, Hochhäusern, Clowns oder der Steuererklärung. Manche haben Angst, ihren Partner zu verlieren, andere davor, keinen besseren zu finden. Dazu kommt die Angst vor der Einsamkeit, vor der Langeweile, der Routine oder davor, die falschen Entscheidungen zu treffen. Viele fürchten sich davor, Präsentationen zu halten, ihren Job samt Existenz zu verlieren, im Aufzug zu pupsen oder beim Lachen zu grunzen. Frauen haben Angst, ihr Hintern sei zu dick, ihr Busen zu klein oder ihre Wohnung zu dreckig. Männer haben Angst, ihr Einkommen sei zu gering, ihr Penis zu kurz und die Glatze unaufhaltbar.
Viele haben Angst vor Hunden, einige vor Kindern und manche vor alten Menschen. Ein paar Verrückte haben Angst vor Bärten, der Farbe Gelb oder der Zahl dreizehn. Es gibt praktisch nichts auf der Welt, wovor man nichtAngst haben kann.
Was ich in diesem Moment nur zu gut nachvollziehen konnte. Angespannt trat ich im obersten Stockwerk des New-Yorker-Hochhauses aus dem Lift und wandte mich nach links. Am Ende des kurzen Korridors befand sich die Tür zu dem schicken Loft, in dem ich in Zukunft wohnen sollte. Mein Herz klopfte schneller als sonst, was lächerlich war. Schließlich war der Mailverkehr mit diesem Josh total nett gewesen. Es war ein absoluter Glücksfall, dass die Anzeige für diese WG ausgerechnet dann auf meinem Laptop aufgepoppt war, nachdem ich die Zusage für das Columbia College erhalten hatte. Noch dazu, weil die Miete absolut bezahlbar war, was aufgrund der Fotos und des kurzen Skype-Rundgangs, den Josh mit mir absolviert hatte, eigentlich ein Wunder war. Oder vielleicht auch wieder nur Glück. Möglicherweise versuchte mich das Leben dadurch ja irgendwie für den Schmerz der letzten Monate zu entschädigen.
Entschieden drängte ich alle Gedanken an die Vergangenheit beiseite, fuhr mir mit den Fingern durch die Haare und atmete tief durch. Die Zahl auf der weißen Tür vor mir war eine geschwungene 19, was man ebenfalls als gutes Omen werten konnte – schließlich wurde ich selbst in einer Woche neunzehn Jahre alt. Trotzdem hatte ich es bisher nicht über mich gebracht, den Klingelknopf zu drücken.
Verdammt noch mal, jetzt stell dich nicht so an, Widney.
Ich beugte mich nach vorne und klingelte. Im selben Moment wurde die Tür vor meiner Nase aufgerissen und ich starrte in ein Paar haselnussbrauner Augen. Sie gehörten zu einer jungen Frau in meinem Alter. Ein wenig Mascara klebte an ihrem unteren Wimpernkranz und ihre Lippen waren geschwollen. Hinter ihr ragte ein Typ in die Höhe, der mich spontan an einen der Schauspieler aus Vikings erinnerte. Er war mindestens 1,90 groß, hatte breite Schultern, dunkelblonde Haare und stechend blaue Augen. Er machte eindeutig Sport, wobei er trotz seiner beträchtlichen Muskeln nicht aufgeblasen wirkte.
Das Mädchen mit der verschmierten Wimperntusche drehte sich noch einmal zu ihm um und legte eine Hand auf seine Brust. „Wollen wir uns später noch sehen? Ich kann dich anrufen.“
Ohne eine Miene zu verziehen, pflückte er ihre Finger von seinem grauen T-Shirt. „Nein, danke.“
„Aber …“
„Hab ich mich nicht klar ausgedrückt? Wir hatten eine schöne Nacht. Mehr ist bei mir nicht drin.“ Seine Stimme ließ keinen Zweifel daran, dass das Gespräch beendet war. „Komm gut nach Hause.“
Noch während die junge Frau ihn verdattert anschaute, glitt sein Blick zu mir. „Und du bist?“
„Widney“, sagte ich, während sich seine zurückgewiesene Eroberung mit einem Schnauben an mir vorbei drängte und zum Aufzug stampfte.
„Okay.“ Der Typ drehte sich um und ließ die Tür offen stehen. Dabei konnte ich sehen, dass er seine längeren Haare zu einem nachlässigen Knoten zusammengebunden hatte, wie ihn auch mein Bruder gern getragen hatte. Der scharfe Schmerz kam unerwartet und heftig, aber ich schaffte es, ihn rasch beiseite zu drängen. Das Mädchen hinter mir schlug gegen den Rufknopf des Lifts, während ich zögernd über die Schwelle in das Loft trat, in dem ich zukünftig wohnen sollte. Es war noch größer, als ich es mir anhand der kurzen Skype-Tour vorgestellt hatte. Gegenüber der Tür gab es eine riesige Glasfront mit Sprossenfenstern, die dem Raum zusammen mit den sichtbaren Rohrleitungen an der Decke einen ziemlich coolen Fabrikhallen-Flair verliehen. Dazu passten die unverputzten grauen Bruchsteinmauern, die in Kombination mit dem warmen Holzfußboden eine bizarre Wohnlichkeit verbreiteten. Links von mir befand sich eine schicke Designerküche mit einem Monstrum von einem Edelstahlkühlschrank, während ich einige Schritte vor mir auf das Herzstück des Lofts blickte: ein gewaltiges, u-förmiges Ledersofa mit einem grauen Teppich und einem quadratischen Couchtisch. Auf dem Sofa fläzte sich ein hellblonder Typ und las in einem wissenschaftlich aussehenden Wälzer. Die beiden Enden der Couch zeigten nicht in meine Richtung, sondern nach links zu einer freistehenden Mauerwand, an der ein riesiger Plasma-Fernseher hing.
Wow. Ich war beeindruckt.
„Hi“, sagte der Typ auf dem Sofa und ließ sein Buch sinken. Der Vikings-Verschnitt steuerte in der Zwischenzeit auf eine gerade Treppe in der hinteren linken Ecke des Lofts zu, die hinauf in den ersten Stock führte. Eine gläserne Galerie zog sich rund um den Raum, von der oben noch weitere Türen abzweigten.
„Hi“, erwiderte ich lächelnd und machte ein paar Schritte auf den Sofatypen zu. „Ich bin Widney.“
„Fick dich, du erbärmliches Stück Scheiße“, sagte der Vikings-Kerl, ohne mich anzusehen. Irritiert sah ich zu, wie er an einer hübschen Topfpflanze am Fuße der Treppe vorbeiging, bevor er immer zwei Stufen auf einmal nach oben nahm.
„Er meint nicht dich“, sagte der Sofatyp und klappte das Buch zu.
„Okay. Redet er mit sich selbst?“
„Nein, Selbsthass ist nicht so Coopers Ding.“ Mein zukünftiger blonder Mitbewohner lächelte kurz, bevor er die Augen zusammenkniff und mich intensiv musterte. „Aber du scheinst damit vertraut zu sein.“
Stirnrunzelnd betrachtete ich den Typen vor mir. Dabei war ich mir nicht sicher, ob er mich einfach provozieren wollte, oder tatsächlich der Meinung war, dass ich mich nicht leiden konnte.
„Ich bin übrigens Xander“, sagte er in diesem Moment und streckte mir die Hand hin. „Aber die meisten hier nennen mich Freud.“
„Wegen deiner verstörenden Psychoanalysen?“
Xander grinste. „Genau. Schön, dich in Zukunft zu analysieren, Widney.“

 

11 Thoughts on “Leseprobe zu „19“ – unserer neuen Trilogie!!

  1. Das klingt äußerst vielversprechend. Ich freue mich jetzt schon auf den ersten Band (und die Nachfolger).
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende, Sabine wortgeflumselkritzelkram

  2. Wow! Bin jetzt ziemlich neugierig auf den Rest … 😁 Und wer weiß … vielleicht ist das ja mal ein Geschenk für meine Teenie-Mädchen. Die sind Fans seit „13“

  3. Schade das die Leseprobe hier zu Ende ist…..kann es natürlich nicht erwarten das es erscheint….. Um darin versinken zu können wie immer……freue mich schon auf den 02.12…..danke

  4. Kann den 2.12. gar nicht erwarten. Würde gerne gleich weiterlesen! Freu mich schon!

  5. Rose Snow on 20. November 2018 at 19:40 said:

    Danke, ihr Lieben, für euer schönes Feedback! Wir können auch kaum erwarten, was ihr zum fertigen Buch sagt!

  6. Pingback: Esther – 144 (inkl. Leseprobe aus „19 – Das erste Buch der magischen Angst“!) | ROSE SNOW & ANNA PFEFFER

  7. Morgen ist es endlich so weit und nach dieser Leseprobe hätte ich es auch keinenTag länger ausgehalten. Klingt super!!!

  8. Pingback: „19 – Das erste Buch der magischen Angst“ – der Auftakt der neuen Reihe von Rose Snow – Sarahs Leseliebe

  9. Sarah on 6. Dezember 2018 at 19:17 said:

    Ich habe das erste Buch schon gelesen. Wann kommt der zweite???!!! 🙈❤️❤️😍😍🎉🎉🎊🎊

  10. Aljona on 9. Dezember 2018 at 20:16 said:

    Ich habe das Buch heute in einem Rutsch gelesen und hoffe, dass ich dann nächsten Sonntag den zweiten Band verschlingen kann. Die Geschichte war wirklich spannend und für mich bis zum Schluss nicht vorhersehbar.

    Liebe Grüße Aljona

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